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| Ku’uipo Latonio | ||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||
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Eine meiner Lehrerinnen beschreibt Lomi-Lomi folgendermaßen:
Lomi-Lomi - Körperarbeit in hawaiianischen Tempeln
Ku’uipo Latonio, Oktober 2002
„Lomi” – das Wort kommt aus dem Hawaiianischen und bedeutet:
reiben, massieren, ein- und ausarbeiten. Es gibt zahlreiche Formen
von Lomi-Lomi in Hawaii, die jeweils auf einzelne Familien zurückgehen.
Die Clans entwickelten ihre charakteristischen Lomi-Formen, die sie
pflegten und von Generation zu Generation weitergaben. So verfügt jede
Familie über ihre eigene Heil- und Massageform, die hauptsächlich mit
den Händen verabreicht wird. Es werden jedoch auch Lomi-Steine
und/oder Stäbe verwendet oder besondere Kräuter (la’au lapa’au).
Es können auch Gebete mit einbezogen werden.
Während meiner Kindheit, die ich auf den Inseln verbrachte, erfuhr
ich Lomi in den meisten oben genannten Formen. Ich wurde von der
„Kahuna Lomi“ behandelt (Kahuna bedeutet Priester/ Priesterin,
Experte oder Hüter der Geheimnisse). Der Hauptteil der Massage
konzentrierte sich auf den Bauchbereich („opu“) und von dort
bewegte der oder die Kahuna die Energie nach unten und leitete
sie über meine Hände und Füße nach außen.
Ich gebe Ihnen nun einen kurzen historischen Überblick über diese
spezialisierte Form von Lomi, die ich während der vergangenen
10 Jahre studierte und praktizierte. In der modernen Sprache heißt
sie „hawaiianische Tempel-Lomi“, ihr alter Name „Lomi Kapalele“
wird ausschließlich von dem einzigen noch lebenden Kahuna
verwendet, dessen Ahnen diese spezielle Form von Lomi
entwickelten. Sie unterscheidet sich von den Formen, die ich
als Kind erfahren und erhalten hatte.
Dieser Stil wurde vor Tausenden von Jahren in den Tempeln des
alten Polynesien entwickelt. Er verkörpert eine auf der Natur
basierende Zeremonie der Übergangs- oder Initiationsriten
und wird bei drei besonderen Gelegenheiten angewandt:
1. Bei Eintritt in die Pubertät: sie sollte beim Lösen der elterlichen
Bande helfen und die Jugendlichen dabei unterstützen, zu
verantwortungsbewussten jungen Erwachsene zu werden.
2. Bei den „Ali’i“ (Mitglieder des Königshauses) oder anderen
Personen, die eine hohe Stellung innerhalb der Gemeinde
übernehmen sollten, und die für diese Aufgabe Reife und eine
Loslösung von ihrem eigenen „Ego-Selbst“ benötigten.
3. Bei Menschen, die an Krankheiten des Körpers, der Gedanken,
der Gefühle und des Geists litten. Diese Behandlung wurde oft
mit den Riten des „Ho’oponopono“ kombiniert. Das hawaiianische
Wort bedeutet ungefähr „richtig stellen, korrigieren“. Bei diesem
Teil der Zeremonie war auch die Familie und die weitere
Verwandtschaft anwesend, um Herz und Seele der Teilnehmenden
von Missverständnissen oder falschen Vorstellungen zu befreien.
Diese Art von „Lomi“ ist eine tänzerische/kriegerische Kunstform und wie in den meisten kriegerisch inspirierten Kunstformen imitieren die Bewegungen ein bestimmtes Tier, besonders den Flug des „Iwa Iwa“ oder Fregattvogel. Der Iwa Iwa ist für seine Fähigkeit bekannt, große Entfernungen mit wenig Nahrung, Wasser oder Ruhepausen zurückzulegen. Der Tanz entwickelte sich aus der hawaiianischen Kriegskunst, genannt „Lua“. Mit ihm trainierten die Krieger Kraft, Ausdauer, Konzentration und geistige Präsenz. Durch Bewegung und gleichzeitige Meditation gelangten sie in einen Trancezustand und dadurch in Kontakt mit den Göttern oder den göttlichen Geschöpfen. Als der Kahuna diese Bewegung mit dem Lomi verband und mit dem „pule“ oder dem „Gebet der Absicht“ kombinierte, wurde sie zu einer spirituellen und transformierenden Form der Körperarbeit. Durch sie soll man sich alter Verhaltensmuster entledigen, die das Individuum nicht mehr benötigt. Die alten Hawaiianer glaubten, dass diese Körperarbeit wirklich in der Lage war, das Erbgut neu zu ordnen und dass sie die Familie, die Vergangenheit, Gegenwart und Zukunft beeinflussen könnte. Der heutige Lomi Praktiker muss sich immer noch einem rigorosen Training und zahlreichen Initiationsriten unterziehen, die ihn auf die Ausübung dieser Kunst vorbereiten. Wie sehr diese Form des Lomi auf den Empfangenden wirkt, hat auch mit der Harmonie des Ortes zu tun, an dem Lomi ausgeübt wird. Die Vorfahren verstanden die Bedeutung, die der Schaffung eines „heiligen Ortes“ zukam, so dass sich sowohl der Gebende als auch der Nehmende gegenseitig unterstützen und mit sich im Einklang fühlen, so dass sie gemeinsam diese heilige Körperarbeit erleben können. Diese Kombination von heiligem Ort und heiliger Zeremonie gestattet es sowohl dem Gebenden als auch dem Empfangenden, sich mit dem Schöpfer, der Lebenskraft im Innern und mit dem jeweils anderen tief verbunden zu fühlen. Tempel-Lomi wirkt auf allen Ebenen: mental, emotional, physisch und spirituell. Auf der physischen Ebene wird der gesamte Körper mit meist flüssigen Bewegungen massiert, die aus den elementaren Kräften von Wind und Wasser entspringen. Gelegentlich ist die Bewegung feurig (explosiv) oder erdig (ruhig und konzentriert). Dies richtet sich nach dem Individuum, das Lomi empfängt und dem Experten, der Lomi verabreicht. Sind die Grundlagen gelegt und alle für die bevorstehende Reise bereit, so kann die Lomi- Erfahrung ruhig und mystisch oder emotional tiefgreifend sein, aber ganz definitiv öffnet sie das Herz. In alten Zeiten dauerte eine Lomi-Sitzung fünfzehn Stunden und konnte sich über viele Tage hinziehen. In der heutigen Zeit, in der alles so schnell gehen muss, dauert eine Behandlung zwischen 3 und 6 Stunden, und kann ganz auf die Wünsche des Erhaltenden abgestimmt werden. Ein Mensch, der sich heutzutage für eine Lomi Behandlung entscheidet, ist oft zu einer Veränderung in seinem Leben bereit und auch willens, alte Muster aufzugeben und neue Gedanken und Sichtweisen zuzulassen. Es gibt viele Möglichkeiten, die Erfahrung einer Lomi Sitzung zu beschreiben. Sowohl als Lomi-Praktizierende wie auch als Lomi-Empfangende finde ich diese Art von Körperarbeit extrem „nährend“, liebevoll, beruhigend und gleichzeitig anregend, spielerisch sinnlich und angenehm, öffnend, erweichend, kreativ und inspirierend. Lomi kann physisch und emotional tiefgreifend sein, je nach den individuellen Bedürfnissen des Erhaltenden. Atemarbeit ist für den Lomi-Gebenden und den Erhaltenden unabdingbar, denn die Sitzung kann mit einem Geburtsvorgang verglichen werden und ist eine Zeit der Erneuerung und Entfaltung. Mein praktische Arbeit beinhaltet viele andere Traditionen und Disziplinen, wie auch unterschiedliche Massagetechniken. Im zeremoniellen Teil der Sitzung werden die „Elemente“ geehrt, da diese Körperarbeit auf der Natur beruht. Ich schätze diese Arbeit sehr. Ich bin dankbar und geehrt, dass
dieser schöne, kreative Tanz Teil meines Lebens ist. Diese Art
des Praktizierens und der dazugehörige Lebensstil führte dazu,
dass ich mir meiner selbst viel mehr bewusst bin, ich sehe meine
Verbindung zur Natur und kenne das Ziel meiner Seele. Lomi-Lomi
hat mich auf eine Reise tief ins Leben geführt. Es hilft mir,
mich kontinuierlich zu entfalten, präsent zu sein und mich zu
öffnen, und so das Leben auf neue, aufregende und wunderbare
Art zu erfahren. Lomi fordert mich dauernd dazu auf, demütig
zu bleiben und meine Seele, meinen Körper, meinen Geist und
meine Emotionen gesund zu erhalten. Ohne Gesundheit und
Vitalität auf allen diesen Ebenen könnte ich diese Art von
Arbeit unmöglich leisten.
Ich genieße es, ein Art „Katalysator“ zu sein und zahlreiche
Veränderungen im Leben meiner Klienten mitzuerleben. Ich lade
Sie dazu ein, sich mir anzuschließen in diesem ganz besonderen
Abenteuer der Hawaiianischen Tempel Lomi und Zeremonie des
Lebens, um Sie auf den nächsten Teil der Reise vorzubereiten.
Ku’uipo ist geborene Hawaiianerin und beschäftigt sich seit
fast zwanzig Jahren mit den Heilkünsten. Sie studierte und
praktizierte verschiedene Formen von Yoga, Massage, Heilige
Tänze, darunter Kriegstanz und -gesang sowie Naturbewusstsein.
Sie lehrte das Fach „Heilige Tänze“ und führte spezielle
Zeremonien und Workshops, unter anderem im New York Open
Centre in Manhattan durch. Sie hat sich auf Lomi-Lomi oder
„Hawaiianische Tempel-Körperarbeit“, eine uralte Form der
hawaiianischen Körperarbeit, spezialisiert und lehrt und
praktiziert diese in Hawaii, an der Ostküste (New Jersey,
New York, Massachusetts) der USA und in Kalifornien. Als
Priesterin steht Ku’uipo in der Wicca Tradition und ist
auch Mitglied der „Ministry of Fun – Church of One“.
Außerdem engagiert sie sich auf dem Gebiet des
Improvisationstheaters.
Autorin: Ku’uipo Latonio, Lomi Praktikerin & Instruktorin 732 263-0204
E-mail: ku-uipo@juno.com
Websites: www.templedance.com & www.hawaiianmassage.com
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Anmeldung und weitere
Infos unter
Tel / Fax : 0711 - 2368349 |
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